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Die als “Bundestrojaner“ aufgedeckte Spionage-Software gibt es tatsächlich. Sie wurde vom Zoll am Münchner Flughafen eingesetzt. Da solche Trojaner von normalen Software-Schmieden gebaut werden können und tatsächlich in Umlauf sind, hat die Entdeckung die Aufmerksamkeit auf ein Faktum gelenkt:

Wer seinen Computer mit dem Internet verbindet, steht unter Kontrolle. Am besten, wenn wir bei Facebook ständig online sind und viel von uns erzählen. Die STASI war lange nicht so effektiv. Wir müssen uns erst einmal des Problems bewusst werden. Hier haben Sie die Chance, Beobachtungen und Überlegungen einzutragen. Der Stand der Diskussion wird in Berichten zusammengefasst, die an die Medien weitergegeben werden.

Gespielte Aufregung der Politiker reicht nicht, die Politik hatte genügend Zeit, den Schutz der Privatsphäre besser zu sichern.

Was wissen wir als Internetnutzer über das Ausmaß der Datensammlung durch Internetunternehmen?

Welchen Umfang hat die Beobachtung der Internetnutzer und des Emailverkehrs durch staatliche Behörden?

Soll das Internet einen ähnlichen Schutz genießen wie es das Briefgeheimnis für den Postverkehr sichert.

Der Staat muss die Privatsphäre sichern, z.B. indem er das Abhören von Telefonaten unterbindet: Was müsste für das  Internet durchgesetzt werden, was für das Telefonieren üblich ist?

Die Online-Durchsuchung ist eine Art Hausdurchsuchung ohne Genehmigung und ohne, dass der Durchsuchte etwas davon erfährt. Welche ethischen Gesichtspunkte sind zu beachten?

Bitte, steuern Sei Ihre Beobachtungen und Überlegungen bei.

  3 Kommentare zu “Bundestrojaner”

  1. Aus meiner Sicht haben die Datenschutzbeauftragten der Länder und des Bundes auf ganzer Linie versagt. Die Polizei darf ja Mittel haben um PCs zu überwachen wenn es ein Richter erlaubt aber sicher nicht so.

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  2. Die politische Elite ist leider nicht vertraut mit der Welt der digital natives. Es werden an das Internet alte (Denk-)Schablonen angelegt. Hier ist viel Bildungsarbeit notwendig. Ansonsten zeigt das Projekt Diaspora, dass es ethische Alternativen zu Facebook und Co gibt, aber das Markt in Form der Konzerne doch einfach stärker ist. Dem kann imho nur die Politik etwas entgegensetzen. Klare Richtlinien sind gefragt. Gesetzliche Missstände müssen behoben werden. Z.b. konkret der, dass die Musikindustrie einfach vom Provider die Nutzerdaten erfragen darf und es zu einer Verurteilung und einem Bußgeld kommen kann, obwohl der so Angeklagte unschuldig ist. Doch die Beweislast liegt hier bei dem Unschuldigen: Er muss es beweisen – und das ist unmöglich. Rechtlicher Schutz seitens des Staates ist bitter nötig. Doch wie gesagt: Der Punkt ist der, dass hier großer Nachholbedarf besteht bzgl. des Grundwissens.

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  3. Ich kann mich Yoda voll anschliesen!
    Als ein Mitglied des Jahrgnages 1982 empfinde ich mich als Mensch der genau auf der Grenze steht zwischen Internet-Natives und den Nicht-Internet-Natives! Ich merke selbst oft, dass ich mit dem Internet und seinen Möglichkieten weit weniger vertraut bin, als so mancher 16 / 18 Jähriger und doch um vieles mehr vertrauter bin als so mancher 40 jähriger.
    Ich glaube das Problem hierbei aber braucht esnicht nur eine bessere Internet-Bildung (diese wird inzwischen an der Schulen praktiziert, die Lebenserfahung der User kommt hinzu), der Internet-Natives sondern eher vielmerh der Politiker und Experten, die die Regelungen für diese neue Errungenschaft finden müssen und sollen (Das erklärt für mich auch den Erfolg der Priatenpartei in Berlin). Gerade bei dieser Personengruppe bemerkt leider nur all zu häufig, dass sie kaum eine Ahnung des www. haben.
    Doch bin ich auch der Meinung, dass der Staat (oder besser die Weltgeminschaft) alles tun muss, damit das Internet kein rechtsfreier Raum bleibt, in dem die Schutzrechte des Bürgers (oder besser die Menschenrechte) anscheinend nicht gelten. Dazu gehört ebenfalls die Ausspähung der Daten nur nach richterlichen Beschluss (So wie beim Fernmelde und Briefgeheimnis). Alles andere fällt nur in einen Überwachungsstaat George Orwellscher Prägung, wobei, die wenigsten Bürger bemerken, dass sie überwacht werden!

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